01 August 2019

2019 Sommer Tour

Tag 1  Anfahrt






Tag 2 Anfahrt und erster Tag in Rumänien

 

 

 

 

Tag 3   On Tour in Rumänien 


 

 

Tag 4   On Tour in Rumänien






Tag 5   On Tour in Rumänien

 

 

 

Tag 6   On Tour in Rumänien







Tag 7  Rumänien richtung Slovakei

 

 

 

Tag 8  Quer durch die Slovakei

 

 

 

Tag 9  Rückfahrt

 

10 Oktober 2017

Rumänien 2017

Unser Sommertrip nach Rumänien. Eine kleine Rundreise durch ein Land von dem man immer wieder widersprüchliches hört. Also schauten wir es uns selber an.
Die Anreise erfolgte über die Autobahn durch Österreich und Ungarn. Nach der Grenze ging es auch gleich auf Haupt- und Nebenstrassen weiter. Wir waren auf dem Weg nach Arad zuerst einmal erstaunt wie sauber es ist. Verglichen mit Italien oder anderen Ländern im Balkan überraschend sauber. Leider war es schon Nachmittag und so fuhren wir durch Arad durch und begannen dann mit der Suche nach einem Schlafplatz.
Den fanden wir dann auch irgendwo ganz abgelegen in der Pampa. Die Ruhe dort war herrlich. Nur wir und die Natur.







Nach dem obligaten Frühstück ging es über eine Landstrasse die sehr bald eine unbefestigte Strasse wurde, nur um dann einige Kilometer weiter in einen wohl nur von Hirten und Bauern befahrenen Weg über eine Hügellandschaft zu werden. Natur Pur.  So fuhren wir ca. 2 Stunden über diese schöne Hügellandschaft.
Irgendwann wurde aus dem Weg langsam wieder eine Strasse von wo wir über Färdea nach Zolt der DJ 684 folgten. Auf 20 km. Schotterpiste ging es durch zwei Dörfer und durch dichte Wälder.  Tja, es ist wirklich ein Urwald den man da noch vorfindet. Zwei Autos und ein Holz LKW kreuzten uns auf diesem fast vergessenen Weg.  Bei Roschita fanden wir dann wieder Asphalt vor.  Hier wird noch in grossem Stil Marmor abgebaut, was der Gegend ein spezielles Flair verpasste.
Nun führte uns der grob geplante Weg nach Sarmizegetusa, wo wir spontan noch einen Kulturstop hin legten. Die Überreste einer Römerstadt aus der Zeit um Christi Geburt erbaut wurde. Nach dem wir uns dort die Beine vertreten hatten entdeckte meine Frau noch einen Hinweis auf eine Drakerausgrabungsstätte. Wir hatten ja genug Zeit und keinen Stress, also wollten wir das auch noch besuchen.  Naja, leider blieb die Suche nach dieser Ausgrabungstätte erfolglos.  Also fuhren wir weiter und begannen langsam mit der Suche nach einem Schlafplatz. Diesen fanden wir dann auch auf einem Campingplatz an einem schönen ruhigen See. Mit WC aber ohne Dusche. Aber im See gab es ja genug Wasser zum waschen.  Die Gegend erinnerte uns fast ein wenig an die Toscana.











Neuer Tag neues Glück.
Um ca. 8.00 Uhr fuhren wir los nach Hunedoara mit der Absicht das bekannte Schloss zu besichtigen. Nicht immer hat Morgenstund auch Gold im Mund. Viel zu früh trafen wir dort ein und alles war noch geschlossen.  So bestaunten wir dieses Bauwerk leider nur von aussen. Zwei Stunden warten war uns dann doch zu lange. Aber es stand ja heute noch etwas mehr Kultur auf dem Programm. Über Oraslie ging es zum Samizegetusa Regia.  Eine Ausgrabung einer Kulturstädte die noch vor den Römern an zusiedeln ist. Aber auch die Römer hatten dort später Ihre Spuren hinterlassen. Ein kleiner Spaziergang von ca. 2 km. über Kopfsteinpflaster führte uns dann auf diese  weitläufige Anlage.
Die Anlage ist sehr gepflegt und man merkte das man weiss, dass man auf solche alten "Schätze" aufpassen muss.
Nach diesem Geschichtsausflug ging es nun zuerst wieder 22km zurück über Calan, Hateg nach Petrosani.  Von hier weiter Richtung Transalpina. Auf der wunderschönen Strecke ging es hoch zum Pass Bora 2055m.ü.M. Auf der anderen Seite des Passes wurde es immer nebliger und so verpassten wir eine Abzweigung. Über Noraci ging es weiter nach Ronicu Valcea, eine Industriestadt wie aus dem Lehrbuch.
Bei Curtea de Agnes fanden wir einen tollen Zeltplatz. Camping Dragoske








Tag 3
Wie kann es anders sein.... genau, nach dem Frühstück ging es via Curtea de Agnes zur Transfagasan. Doch zuerst mussten wir mal einkaufen und Diesel tanken und Geldreserven auffüllen. Danach ging es hoch auf den doch mit viel Vorschuss Lorbeeren behaftete Pass Transfagasan. Oben herrsche ein reges Treiben und wir rangen uns durch doch noch die Touris raus zu hängen und die Stände ab zu laufen und etwas zu kaufen. Aber wen ich ehrlich bin, aus den Socken hat mich dieser Pass nicht geworfen. Da gibt es genau so schöne in Frankreich, Italien, der Schweiz oder Österreich.
Wir verliessen das treiben dort oben und begaben uns runter ins Tal, genauer nach Sibiu.  Stadtbesichtigung und ein feines Mittagessen stand auf dem Plan. Da das Wetter langsam umschlug suchten wir ausserhalb nach einem Campingplatz. Und gefunden hatten wir den Camping De Oude Wilg. Sehr zu empfehlen.









Am nächsten Tag verlassen wir den Campingplatz bereits vor 8.00Uhr Richtung Victoria auf der Hauptnebenstrasse nach Bran.  Wie wir so sind, neugierig und spontan, weckt ein Wegweiser zu einer wohl grösseren Höhle unser Interesse. Die glorreiche Idee diese Höhle zu besichtigen endete damit das wir nach ca. 40 Minuten vor einer Strasse oder einem Wildbachbett standen. Nach einer kurzen Besichtigung der nächsten 200 - 300 Meter mussten wir feststellen das es alleine ohne anderes Fahrzeug zu gefährlich geworden wäre dort weiter zu fahren. Wir entschieden uns um zu drehen und alles zurück zu fahren. Was wir nicht berücksichtigt hatten war das die rumänischen Waldarbeiter mit Pferden im Unterholz arbeiteten. Plötzlich standen wir vor  Baumständen, welche zuvor noch nicht auf dem Weg lagen.  Also abwarten und Kaffee trinken. Als sie dann mit der nächsten Ladung Holz den felsigen Hügel herunter kamen staunten sie nicht schlecht zwei Touristen mit Kaffee in der Hand anzutreffen. Wir halfen dann mit dem Hilux die Baumstämme so zur Seite zu ziehen, dass wir passieren konnten. Nun stand dem Weg zum Schloss des Grafen Dracula nichts mehr im Wege. Ausser evtl. wieder unsere Neugierde.... Angekommen dort kam ich mir vor wie beim Schloss Neuschwanstein. Touristen und Volksfeststimmung. Aber immer ein Besuch wert. Auf der Weiterfahrt überraschte uns ein Unwetter das plötzlich niederging. Wir verbrachten die nächste Nacht in einem Hotel auf einem Pass in der Nähe von Sinaia.












Nach dem kleinen Frühstück im Hotel ging es via Valenii de Munte weiter zu den Schlammvulkanen von Berca.  Wir waren dort so früh am Morgen fast alleine vor Ort. So konnten wir dieses Naturschauspiel von ganz Nahe bestaunen.  Aber auch die Vulkane schienen noch zu schlafen.  Ab und zu ein blubbern mehr war nicht zu sehen.
Weiter ging es durch Orte wo  sehr arme Menschen  leben,  aber dann auch im nächsten Dorf bereits vom neuen Mittelstand in heimeligen, verwinkelten Holz - und roten Ziegelhäusern überrascht zu werden. Auch sahen wir heute oft Häuser von Romanillen welche mit übertriebenem Kitsch beladen waren. In dieser Gegend sind die bekannten Pferdewagen häufiger anzutreffen, als in den vergangenen Tagen.
So fuhren wir durch ein Rumänien das noch nicht vom Aufschwung profitierte den es bereits zu erkennen gibt.
Auf der Suche nach einem Schlafplatz mussten wir feststellen das es hier keinen Campingplatz und auch keinen schönen Platz zum Wild Campen gab. Das Wetter das leider wieder feuchter wurde nahm uns dann auch die Entscheidung ab. Wir schliefen noch einmal in einem Hotel. Dieses mal in der weniger beschaulichen Stadt Szekler Markt.




An diesem Morgen weckte uns die Sonne die durchs Fenster schien.  Also auf und .......... genau ein kleines Frühstück. Das kleine Tagesritual. So fuhren wir bei bestem Wetter  Richtung Gheorgheni um von dort auf der 12C weiter zum Sagenumwobenen Lacu Rosu zu kommen. Ein kleiner Bergsee mit spannender Legende dazu.  Könnt Ihr ruhig mal googeln. Uns überraschte das es dort um 9.30 schon so viele rumänische Touristen hatte.  Aber da mischten wir uns einfach mal darunter und genossen die Stimmung dort am Bergsee. Irgendwann hatten wir dann genug vom ganzen Trubel dort und fuhren weiter zur engen und bizarren Schlucht Bizaz Klamm.
Die enge und mit einigen Kehren versehene Strasse wird immer wieder von Souvenirständen am Rand gesäumt. Nach der fahrt durch die Schlucht gab es dann auch mal einen kleinen Kaffeehalt.  Da es gerade 12.00 Uhr war gab es dort in einem alten, nennen wir es mal Gasthaus, nur noch einen schnellen Kaffee, den um 12.00 Uhr ist dort Mittagruhe bis ca. 14.00 Uhr.
Glück gehabt also.
Nach diesem Stop verliessen wir die 12C und begaben uns auf eine in den Karten weiss gekennzeichnete Strasse.  Irgendwann standen wir dann vor einem Verkehrschild auf dem 3 Strassen zu sehen waren.  die Mittlere mit einem Fahrverbot versehen.  Nur.... es dort nur 2 Strassen zu erkennen. Welche war nun die mit dem Fahrverbot??







Wir entschlossen und für die rechte Strasse und wurden dann oben auf dem Berg mit einer schönen Aussicht, einer Schaffalp und herrlicher Ruhe belohnt. Jessi wurde dort noch von einem Pferd begrüsst das dort oben auf der Alp war. Es war ein sehr neugieriges Pferd.
Der Weg dort hin... sagen wir mal, dass könnte der Weg mit dem Fahrverbot gewesen sein. Die letzten Unwetter hatten Ihre Spuren hinterlassen. Nach einer kurzen Rast ging es wieder runter ins Tal nach Borsec.  Dort bogen wir wieder auf eine solche weisse Strasse ab die uns nach Bibor und  Vatra Dornei führte.  Die Strasse war zum Teil wirklich schwer zu fahren aber dafür Lohnenswert. Schöne Dörfer mit Ihren ebenso schönen Kirchen begleiteten uns auf dem Weg.
In Vatra Dornei steuerten wir dann den nächsten Camping für die Nacht an.









Nachtessen zubereitet von der Outdoor Küchenspezialistin Jessi 




Der Tag begann kühl aber mit Sonnenschein.Was will man also noch mehr.  Auf der D18 fuhren wir dann weiter nach Borsa und weiter nach Barsana.  Diese Strasse wird gerade ausgebaut und wird wohl im nächsten Jahr Ihr Schlagloch Flair verloren haben. Irgendwann gab es noch eine unliebsame Begegnung mit einem in DE zugelassenen BMW X3 und Ihrer Fahrerin.  Kurz vor uns scherte sie zu uns rüber und blockierte uns.  Sie wollte wohl das wir auf der linken, schlechteren Seite fahren sollen. Unterdessen rollte der Verkehr an uns vorbei.  Ich wollte mir schon einen Kaffee machen als die Lady zurücksetzte und dann auf Ihrer Strassenseite weiterfuhr. Zum Abschied bekam ich noch den Mittelfinger.  Tja, das Image der deutschen Touristen bessert die Dame sicher nicht auf.
Weiter ging es nach  Barsana wo wir die wunderschönen Holzkirchen aus dem 17 Jhr. besuchten.
Da es Sonntag war waren unterwegs in den Dörfern die Kirchen gefüllt mit Menschen in ihrer Landestracht. Bunte bestickte Blusen, Röcke mit Blumenmuster und dem passenden Kopftuch.
Oft standen sie sogar vor der Kirche und lauschten der Predigt.  So etwas wünscht sich bei uns wohl jeder Pfarrer.
Die Gegend dort in Maramures ist stark geprägt vom Holzbau. Kunstvoll verzierte Holztore und Häuser entlang der Strassen zeugen davon.  Auch die berühmten Holzkirchen von Maramures sind Kunstwerke. Von Aussen wie von Innen.  Fresken und Malereien die denen in Italien in nichts nachstehen müssen.
Und wen wir schon in der Gegend waren, so mussten wir auch noch den berühmten Friedhof  von Sapanta besuchen. Den lustgen Freidhof.  Auf den Holzkreuzen auf den Gräbern zieren Geschichten über den Verstorbenen das Kreuz.
Aber der Trouble dort mit den Touristen war uns schnell zu gross. Rasch was gegessen und weiter ging es.
Wir fuhren so noch einige Zeit durchs Land und fanden dann einen schönen Schlafplatz an der Strecke nach Buzeski. Etwas abgelegen an einem Fluss wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Schön war es dort. Eine perfekte Stimmung für das Dachzelt Feeling.









Tag 7... Aufwachen bei Vogel gezwitscher und Sonnenschein.  





Nach dem Kaffee ging die Fahrt weiter nach Zalam zum Castul Polissum, einem sehr grossen und noch recht gut erhaltenen Römerforum welches ca. 300 v Chr. erbaut wurde. Wer mal in der Gegend ist, sehr zu empfehlen. Imposanter Bau.
Nach dem wir uns dort die Beine vertreten hatten und alles angeschaut war ging es weiter über die 19 B nach Marghita - Sacueni.
Und irgendwie überraschend standen wir plötzlich an der Grenze zu Ungarn.
Die Grenzüberquerung war dann ach nicht ganz so reibungslos.  Fahrzeugkontrolle.... Papierkontrolle... Warum FL Schild und CH Reisepass usw.
Aber nach 20-30 Min. warder Spuck vorbei.
Die Seite auf der rumänischen Seite war von Hügeln und Dörfern mit Ihren Holztoren ein krasser Kontrast zur ungarischen Seite.  Flach so weit das Auge reichte. So fuhren wir durch eine unspektakuläre Gegend bis nach Budapest.
In Budapest wollten wir dann einen Campingplatz nehmen, waren aber wohl zu spät dran. Alles voll.
Dann gab es da noch etwas....... Der einlass war vielersprechend.  Doch als wir drinnen sind wurde uns schnell klar, das war mal eine Freizeit oder Schulanlage in der Zeit des Kommunismus. Das ehemalige Hauptgebäude ist heute ein Hostel für Gastarbeiter und der Zeltplatz.. naja. er war da.  Man konnte zwar duschen, aber die Anlagen für das Zeltareal waren defekt. Also Duschen mit den Gastarbeitern.  Jessi hat da mehr Glück. Als einzige Frau dort hatte sie eine Duschanlage für sich alleine.








Da wir uns mit der Hitze in Ungarn nicht anfreunden konnten fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Österreich.  Dort fanden wir einen herrlichen Campingplatz am Puttersee, in der Dachsteinregion, wo wir dann noch ein wenig für uns den ersten August feierten und leicht abstürzten bei Wein und Bier mit sympathischen Österreichern.





und wie immer der Link zu den Fotos