18 März 2017

Schottern mit Freunden

Ende September ging es für uns ein letztes mal  im 2016 mit unseren Fahrzeugen auf eine kurze Tour.  Dieses mal aber nicht alleine sondern wir trafen uns unterwegs mit Freunden.
Jessi und ich fuhren bereits zwei Tage früher los und machten noch einen Abstecher in die Gegend von Chamonix und dem Mont Cenis.
Nach der Fahrt quer durch die Schweiz, verbrachten wir die erste Nacht   gemütlich auf der Passhöhe des Col de la Forclaz.



Am nächsten Tag ging es dann weiter via Chamonix zum Einstieg an der Nordseite des Col de Joly.
Das ist immer wieder ein schöner Aufstieg entlang des Mont Blanc Massives.  Quer durch das Skigebiet geht es rauf zur Passhöhe.







Oben gab es erst einmal eine kurze Pause um das Panorama zu geniessen.  Weiter ging es dann zum nächsten Pass. Dem Cormet de Roselend.  Und wie immer wen wir da hoch fahren darf der Halt  im gemütlichen Gasthaus ca. 8 Kilometer unter der Passhöhe. Und wie immer wurden wir da aus der feinen Küche bestens verwöhnt.
Und nicht zu vergessen, die Aussicht dabei.


Nach dem Mittagessen ging es dann weiter Richtung  Col d` Iseran und des Col Mont Cenis.
Wie immer genossen wir es das um diese Jahreszeit kaum Verkehr herrscht und kurvten ein wenig zügiger den Iseran hoch mit unseren Fahrzeugen.




Bevor wir uns dann hoch zum Mont Cenis machten gab es erst mal noch ein leckeres Crêpe. Das gehört doch einfach dazu in Frankreich. Und nach diesem leckeren "Zvieri" ging es dann auch schon hoch zum Cenis und unserem Nachtlager. Leider war unser geplantes Nachtlager am Bach schon besetzt. Nach einigen kurzen Suchen fanden wir dann aber diesen ruhigen Ort.





Nach dem relaxen begann Jessi mit dem Nachtessen aus der Hilux Bordküche.


Wie immer zauberte Sie ein exzellentes Essen auf den Teller. Das auch noch durch einen Nachtisch abgerundet wurde.
Danach wurde noch gemeinsam der Sonnenuntergang in den Bergen genossen bevor uns die Dunkelheit langsam ins Zelt scheuchte. Irgendwann hörte man aus der ferne eine Wolf heulen. Da wurde uns mal wieder bewusst das wir hier in einer  Natur sind wo Mensch und Tier versuchen miteinander zu leben. Irgendwann gegen 2.00Uhr in der Früh stupst mich meine Frau und fragt ob ich das war?? Ich ganz verdutzt.. "Was war ich??" Dann der Satz..." Da ist etwas vor draussen."
also mal mit der Taschenlampe rausgeleuchtet.... Nichts. Raus und mal ums Auto rum gelaufen. Nichts. Aber was soll man auch sehen in der dunkeln Nacht. :-)
Also wieder rein ins Zelt und erklärt: " Da ist nichts". Schnell schlieff Jessi wieder ein und ich drehte mich noch ein wenig hin und her. Doch dann... was war das... Da schnauft oder schnaubt etwas vor dem Zelt. Das Geräusch erinnerte mich sofort an das eines Bären. Man kennt diese ja dank der Dokusendungen über Wildtiere. Diesesmal blieb ich im Zelt und wartete einfach ab. Doch schnell wurde es wieder ruhig um unser Nachtlager.
Am morgen vor dem Frühstücks Kaffee schaute ich mal nach ob ich etwas finde von unserem nächtlichen Besucher.  Aber was sollte ich den auch finden?? Eine Tafel mit der Aufschrift.. Teddybärchen war hier??
So genossen wir erst mal den Kaffee bevor wir uns langsam zum Treffpunkt am Fusse des Mont Jafferau auf machten.






Als wir dann alle zusammen waren begann der gemütliche Aufstieg zum Jafferau.  Der Rest zur Gruppe machte dann noch einen Abstecher zum Tunnel des anderen Einstieges zum Fort hoch, welcher aber schon seit ca. 2014 nicht mehr passierbar ist.  Wer Jessi und mich kennt der weiss das Sackgassen nicht unser Ding sind. Also machten wir in dieser Zeit eine kleine Rast.



Als wir dann alle wieder zusammen waren ging es weiter den Berg hoch. Das Wetter meinte es ebenfalls wieder gut mit uns was sich auch auf das Panorama auswirkten. Wie immer.. Einfach umwerfend.
So fuhren wir höher und höher bis wir dann auf einer Anhöhe die ersten Festungsruinen unterhalb des Mont Jafferau erreichten. Danach fuhren die meisten noch ganz rauf zum alten Fort. Ich selber machte auf halben Weg kehrt. Irgendwie hatte ich keine Lust meiner BMW heute dieses Gerüttel noch an zu tun. Jessi fuhr bis zum Fort hoch, die anderen noch auf das Fort rauf. Danach trafen wir uns wieder an der unteren Ruine und besprachen wo wir die Nacht verbringen werden.







Wir waren uns schnell einig das wir wieder unter die Baumgrenze gehen und dort bei einer alten Festung unser Nachtlager aufschlagen sollten. So waren wir dort auch geschützt falls das Wetter umschlagen sollte. Und so ging es wieder  unter die Baumgrenze wo wir dann unser Nachtlager aufstellten, grillierten und  den Tag zusammen ausklingen liessen.

Tag 3 brach an. Zusammen wurde gefrühstückt bevor wir unser Lager wieder abbauten und uns zur Weiterfahrt bereit machten.  Das Ziel heute.. Der Sommelier. Bei den Offroadern auch bestens bekannt.





Doch zuerst hiess es unten im Dorf noch einmal auftanken und noch einkaufen für das Fondueessen am Abend.  Gleichzeitig wurde uns bewusst das es heute wohl Wettermässig nicht ganz so schön sein wird wie am vorherigen Tag.
Nachdem alle getankt hatten fuhren wir im Konvoi zum einstig des Sommelier. Wir Motorradfahrer fuhren dann auch wieder vorne weg und genossen für uns das Offroaden.



Wurden aber tapfer von den Geländewagen und deren Fahrern verfolgt.








Alle genossen die Fahrt in vollen zügen. einwenig unterhalb überkam einige dann noch der Spieltrieb.




Danach fuhren wir weiter, doch das Wetter schien schneller um zu schlagen als zuerst erwartet. Jessi und ich trauten den Wolken nicht wirklich und beschlossen auf einer ebene auf die anderen zu warten welche den Aufstieg ganz rauf noch unter die Räder nahmen.  Schnell begann es dann auch zu schneien und wir beide waren froh nicht weiter gefahren zu sein. Wie wir dann von den anderen hörten war oben dichter Nebel und noch mehr Schneefall.





Jessi und wir Motorradfahrer beschlossen wegen des Wetter schnell mal wieder  einige Höhenmeter runter zu fahren. Lieber Regen als Schneefall war unsere Devise.  So trieb es uns runter bis zu einer ehemaligen Schutzhütte oder ähnlichem wo Jessi die gute Idee hatte, dort drinnen was warmes zu trinken zu machen und etwas Gebäck zu verteilen. Danach ging es weiter zu einem Zeltplatz der gut gelegen war für den nächsten Tag.  Noch schnell einen Abstecher in die Stadt und dann zauberte uns Jessi ein leckeres Fondue auf den Tisch.


Nach dem essen folgte noch ein kleiner Nachtisch und eine kurze Besprechung der Route am folgenden Tag.



Neuer Tag, neuer Offroadpass.
Heute stand der Parpaillon auf dem Programm.  Über Nacht hatte es wieder ein wenig Schnee in den Bergen hin gezuckert, aber sicher nichts was uns stören könnte.  Beim Frühstück entschlossen wir uns endgültig unser Lager hier noch um eine Nacht zu verlängern, statt alles ab zubauen.
Und los ging es zur Nordseite des Parpaillon. Das Wetter meinte es heute wieder besonders gut mit uns. Strahlend blauer Himmel.

Der Aufstieg zum Tunnel des Parpaillon war wie immer ein schönes Erlebnis.



Auf der Nordseite des Tunnels gab es erst mal einen Kaffee und ein Gruppenfoto der Teilnehmer.
Das muss doch einfach sein.







Und auf der Südseite wurde dann grilliert mit bestem Fleisch aus der Heimat.




Gestärkt machten wir uns dann an den Abstieg. Fast unten angelangt meldete sich bei meiner BMW die Öl Warnlampe.  Bei einem kurzen beraten entschlossen wir das die Gruppe weiter fährt und ich mir rasch Öl besorgen gehe. Im Kopf hatte ich noch das in ca. 10 Kilometer ein Motorradgeschäft sein sollte. Aber halt in die andere Richtung.  Ich fuhr also rasch zu dem Händler, aber in dieser Zeit meldete sich auch die Warnlampe nicht mehr. Sicherheitshalber aber trotzdem mal einen Liter gekauft. Danach hiess es ein wenig am Kabel ziehen um die anderen nicht zu lange warten zu lassen. Oben auf dem Col de Vars warteten Sie dann beim Kaffee auf mich. Danach ging es noch über den
Col de l`Izonard zurück zu unserem Nachtlager in der Nähe von Briancon.

Den letzten gemeinsamen Abend in der Gruppe genossen wir im Restaurant des Campingplatzes bei einem wirklich guten essen.

Am Morgen wurde noch zusammen alles abgeräumt bevor die einen zum Col Mont Cenis und dort noch zu einem Fort hoch fuhren und Jessi und ich  über den Galibier, Iseran und grossen St. Bernhard wieder nach hause fanden.
Noch ein letzter Picknick halt auf dem Iseran ...






bevor wir uns dann an den Rest der Heimfahrt machten. Natürlich nicht an einem Stück. Auf dem Grossen St. Bernhard gab es noch einen Kaffeehalt.



Nach diesen schönen Tagen freuten wir uns aber wieder auf unser Haus und das eigene Bett.


Zu allen Fotos einfach hier........
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04 März 2017

Reittrekking in Kirgistan

Eine Reise in ein fernes Land. Weg von Luxus und Hektik. In ein Land mit tollen Pferden, einzigartigen, gastfreunlichen Menschen und atemberaubender Landschaft.

Mein Mann hatte ja geplant mit dem Motorrad durch den Balkan zu reisen also überlegte ich mir, was ich den in meinem Urlaub unternehmen könnte.
Schnell wurde klar das es kein Strandurlaub sein wird. Bei einem Feierabend-Bier mit Katrin wurde der Plan gefasst, ein Pferde Trekking zu unternehmen. Nur wohin?
Nach einigem recherchieren im Internet konnten wir uns bald mal für Kirgistan entscheiden.

Und so ging es im Juni für 3 Wochen nach Kirgistan auf ein unvergessliches Abenteuer.

So flogen wir dann von der Schweiz via Istanbul aus nach Bischkek. Von dort ging es dann weiter in der Gruppe nach Kalinovka wo wir die berühmten Türme von Buana besuchten und es uns noch einmal so richtig gut gehen liessen bei unserer Gastfamilie.
Am folgenden Tag ging es dann nach Tash Rabatt welcher auch der Startpunkt des Reitabenteueres war. Bereits die Fahrt dahin gestaltete sich mit einem Getriebeschaden und ca. 3 Stunden verspätung als Abendteuer. Es wurde unsere erste Nacht in einer Jurte werden.
Tash Rabatt liegt an der alten Seidenstraße und die sehr alte Karawaranserei dort soll der Legende nach auch  Marco Polo bereits genutzt haben. Wir genossen die Ruhe dort, bevor es am nächstenTag dann los ging. Auch haben wir uns Anklimatiesieren können, da wir uns bereites auf 3000müM befanden. Gegen Abend wurde es dann recht kühl und feucht. Am nächsten Morgen dann die Überraschung, Schnee. In der Nacht hat es geschneit.



Nach dem feinen Frühstück bekamen wir dann noch eine Führung in die Kawansarei. Danach ging es dann endlich los.  Mit unseren Pferden begaben wir uns entlang der Grenze zu China auf zum Kulak Pass (3390m.ü.M.)  Wir ritten bei Sonnenschein los. Leider verschlechterte sich das Wetter. In Sekundenschnelle war aus Sonne, Regen und sogar Hagel auf dem Programm. So rasch wie das Wetter schlecht war kam aber auch schon wieder die wärmende Sonne und wir konnten ein tolles Pick Nick mit feinem Essen geniessen. Es war ein toller erster Tag, der uns schnell zeigte was Kirgistan alles zu bieten hat für Reiter und Pferde.
Wir genossen trotz des kalten und feuchten Wetters jede Minute.  Am späten Nachmittag erreichten wir unser erstes Tagesziel.  Wir durften bei einer kirgisischen Nomaden Familie die Nacht verbringen.  Wieder in eine heimeligen Jurte und bei sehr gastfreundlichen Menschen. Was will man mehr.




Auch der nächste Tag begrüsste uns eher feucht und kalt- Wieder genossen wir ein stärkendes kirgisisches Frühstück, bevor es wieder weiter ging mit unserer Tour.  Auch heute ging es wieder auf über 3000 m.ü.M. Die Landschaft war auch bei diesem Wetter einfach überwältigend.  Vor allem während den Momenten in denen es aufklarte, konnten wir einen Eindruck der Farbenvielfallt der kirgisischen Landschaft erahnen. unser Highlite heute war sicher der Aufstieg zum  Pass Bay Bitche (3102 m.ü.M.) Unser Zeltlager schlugen wir in Mazar auf. Einer kleinen Oase inmitten einer doch eher trockenen Landschaft.




An diesem Tag ging es weiter in eine schon fast mondartige  Berglandschaft. Dabei überquerten wir den Fluss Naryn, welcher dann im benachbarten Uzbekistan zum bekannten Syr-Daria Fluss wird.
Das Gelände wurde steiler und steiniger aber auch immer schöner.Das Wetter meinte es unterdessen auch besser mit uns, was das ganze noch schöner machte. So ritten wir wieder durch und über die Berge und konnten den Alltag ganz hinter uns lassen. Am Abend waren wir dann zu hause bei unserem Guide eingeladen zum übernachten. Und was fast noch schöner war als der heutige Tag, es wartete eine Banja auf uns. (russ. Dampfbad). Und zum Abschluss des Tages erwartetet uns ein sehr feines und ausgiebiges Nachtessen.



Am darauf folgenden Tag ging es weiter Richtung Son-Kul See, den wir aber erst am nächsten Tag erreichten. (Dieser See befindet sich auf 3013m.ü.M. Also nicht gerade der wärmste um zu baden darin).
Der Ritt dorthin führte uns durch eine Steppenartige Berglandschaft. Nur entlang der Bäche und Flüsse gabe es eine Vegetation. Sonst kam man sich fast schon vor wie in einer Steppenwüste. Auf steilen und steinigen wegen ritten wir durch diese atemberaubende Landschaft. Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Lager wo wir die Zelte aufschlugen. Es war Zeit zum sich erholen, am Fluss zu planschen, Wäsche waschen und Saty hatte Zeit uns eine kulinarische Überraschung zu zaubern. Es gab Schaffleisschpiesse mariniert vom Grill.





Nach dem Frühstück und dem Abbau des Zeltlagers begann der Aufstieg zum Son Kul. Der Weg zum See erwies sich als ein Weg den die Hirten früher wie heute mit Ihren Tieren benutzen. Sie überquerten auf diesem Weg jeweils mit Ihren Kamelen die mit der Jurte und  Ihrem Besitz beladen war das Gebirge. In der heutigen Zeit aber benutzen sie vermehrt Ihre Autos und Geländewagen. nach einem Ritt auf vergessenen Pfaden erreichten wir endlich das Südufer des Son Kul.  Auch hier durften wir wieder die Gastfreundschaft  bei einer Nomadenfamilie geniessen und in der Jurte übernachten.




Heute ging es entlang des See`s weiter zu einer Familie der Pastor Hirten. Sie zeigten uns traditionelle Riten, bei denen die Pferde eine wichtige Rolle spielen.
Wir lernten das Ulak-Tartysh (Bozkachi) , Kyz-Kumay (Rennen der Verlobten) und das Urdarysh (Kampf zu Pferd) kennen.  Nach den Spielen wird geplaudert und den traditionellen Kumiss getrunken. (vergorene Stutenmilch).  Was will man da noch mehr.




Tag 9 im Sattel der Pferde beginnt.
Wir verlassen den See und steigen wieder hoch in die Berge. Der Ausblick auf den See von hier oben war einfach überwältigend.  Wir stiegen weiter hoch zum PassTuz Ashu (3300m.ü.M.)
Wir ritten durch diese einsame, raue Bergwelt und waren von der Aussicht überwältigt die wir von hier oben hatten. Der Tag ging viel zu schnell zu ende. Doch wir wussten das wir am Abend, wen die Zelte stehen, noch am Lagerfeuer sitzen werden und unter freiem Himmel essen werden.  wo kann man das sonst noch so unbeschwert tun.

Weiter ging es nach einem stärkenden Frühstück.
Zuerst ritten wir über einen kleiner Pass um danach über Alpweiden in ein karges Tal hinab zu steigen. Das Tal lud uns richtig ein mal wieder zu galoppieren. Eine willkommene Abwechslung.
Gegen Abend erreichten wir das Dorf Ak-Utchul (Region Kochor). Wir übernachteten in einer Unterkunft wo wir wieder eine Banja antrafen und diese auch mehr als genossen.
Zum Abendessen wurden wir wieder mit einer kirgisischen Speziallität verwöhnt, Manthis. (mit Fleisch gefüllte und im Dampf gegarte Teigtaschen).  Einfach nur lecker.






Tag 11 brach an. Das heutige Motto. Auf zu den Gipfeln.
Wir stiegen auf richtung Sarala-Saz. Wieder war es ein abenteuerlicher Aufstieg in die Bergwelt Kirgistans.  Trampelpfade wechselten sich ab mit wunderschönen Alpwiesen. Mehr kann man hier fast nicht mehr sagen zu diesem Tag. Ausser... einfach Fantastisch diese Land.
Am späten Nachmittag erreichten wir dann unser Tagesziel. Wieder durften wir die Gastfreundschaft einer Hirtenfamilie geniessen. Die Zeit schien hier oben stehen geblieben zu sein. Das harte Leben der Hirten erstaunte uns "verwöhnten" Europäer. Aber trotz allem hatte es etwas magisches hier oben.

Der heutige Tag sollte wieder mit einem Highlite auf uns warten. Der Aufstieg zum berühmten Pass Chamshi (3573m.ü.M.) Hier oben erwartete uns eine Lanschaft die man schon fast als Mondlandschaft betiteln darf.  Wir genossen eine atemberaubende Aussicht auf das Land. Der Pass bildet die Grenzezwischen den Regionen Chuy und Kochor.  Wir verliessen dieses naturwunder nur ungern, aber wir weiter. Den einwenig tiefer erwartete uns unser heutiges Nachtlager.
Wir schlugen unsere Zelte am Fluss auf der auch den gleichen Namen trägt wie der Pass.
Es war unsere letzte Nacht auf diesem wunderbaren Pferdetreking.  Wehmut kam leicht auf.

Der letzte Tag unseres Reitabenteuers brach an.
Der Ritt führte uns nochmals über üppige Alpweiden und durch eine bezaubernde Landschaft.
Am Mittag wurden wir von einer Hirtenfamilie die das ganze Jahr über hier lebt verköstigt. Auch hier wieder. Die Gastfreundschaft ist einfach umwerfend.
Nach dem Mittagessen ging es dann weiter nach Kalinovka. Zum Hof unseres Reiseführers und seiner Familie.
Es wurde ein unvergesslicher Abend wo wir nochmals alle zusamen ausgiebig bei einem tollen Essen, Wein und Vodka feierten und das Erlebte noch einmal Revue passieren liessen. Einen grossen Dank gilt unseren Gastgebern Anne und Saty. Auch seine Schwester Gulmira, die uns immer eine tolle Mahlzeit mit allen Extrawünschen zauberte.

Der letzte Tag mit der Gruppe.
Wir besuchten den Tiermarkt in Tokmok, einer der grössten in Zentralasien. Nach dem Besuch ging es nach BischkekAuch blieb uns Zeit noch einige Einkäufe zu machen bevor wir uns beim Abschiedsessen von einander verabschiedeten.  Die anderen der Gruppe flogen danach wieder nach hause.
Katrin und ich aber blieben noch einige Tage und erkundeten noch einige Sachen mit einem Guide per Auto. Es war der Cousin von Saty, Er las uns jeden Wunsch von den Augen und fuhr uns unermüdlich überall hin. Von Tiefsinnigen Gesprächen über abenteuerliche Offroadfahrten und lustige Spieleabende war alles dabei. Danke Koshoibek!




So konnten wir einen Adlerjäger besuchen der noch traditionell mit Adlern auf die Jagd geht. Wir durften auch einen Adler auf den Arm nehmen, zwar noch einen jungen, aber dennoch ein imposantes Tier. Es war respekteinflössend so einen Adler, so nahe bei sich zu haben. Koshi erklährte uns, dass er Kirgistans bekanntester Falkner ist.




Auch durften wir in den folgenden Tagen noch den bekanntesten Jurtenhersteller Kirgistans besuchen und lernten so einiges über diese Zelte.  Danach sieht man diese Zelte in einem ganz anderen Licht. Gastfreundlich wie die Kirgisen eben sind, haben wir bei dieser Familie übernachen dürfen und extra für uns wurde die Banja eingeheizt.
Und dann war da ja noch ein Salzsee. Wir besuchten den Shor-Köl See. Er ist wie das Tote Meer, ein See ohne Leben darin weil der Salzgehalt so hoch ist.  Man sollte sich auch nicht zu lange in Ihm aufhalten da es schnell ungesund werden könnte wie man uns erzählte. Für uns war es eine Überraschung hier solch eine See an zutreffen.  Aber der Weg dorthin war abenteuerlich und nur für Allradfahrzeuge machbar. Der Regen der vergangenen Tage hat die Strasse dahin zu einem Matschweg verkommen lassen.  Auf dem Rückweg kam uns dann ein Baufahrzeug entgegen welches der Weg wieder befahrbar machen sollte.




Wir fuhren somit um den ganzen Issyk Kul See. Nach Karakol wo es heisse Quellen gibt. Entlang dem Russischen Ballermann mit tollen Restaurants und gutem Essen. Wir besuchten noch die prähistorieschen Steinzeichnungen und das Monument des Kirgisischen Robin Hood.







Leider näherte sich unser Urlaub langsam dem Ende zu. In Bishkek angekommen, stellte sich herraus, dass unsere Unterkunft überbucht war. Koshi machte es möglich und brachte uns zu einem Hotel. Dass hatte ich noch nie erlebt. Die Receptionistin wechselt 4x den Zimmerschlüssel und den Zimmerpreis. Zu guter letzt hatten wir für fast kein Geld eine Suite. 2 Badezimmer, 2 Schlafzimmer, Stube und Balkon.
Unser letzter Tag ist angeborchen. Auf dem Weg zum Mark entschlossen wir uns kurzum etwas für unser Wohl zu tun. Wir genossen Maniküre und Pedikür inkl. Körpermassage. Was will man mehr. Nach einem letzen Bier und gutem Abendessen versuchten wir dann noch etwas zu schlafen. Um 2Uhr morgens hiess es dann auch schon Abschied nehmen. Aber eines ist sicher. Kirgistan, wir  kommen gerne wieder.




und viele Fotos von diesem Abenteuer findet Ihr hier. Viel Spass beim anschauen.